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Jay D. Bolter

Georgia Institute of Technology, Atlanta

 

Jay D. Bolter ist Inhaber des Wesley Chair in New Media und einer der Direktoren des Wesley Center for New Media Research and Education. Darüber hinaus ist er Direktor des Writing Program der School of Literature, Communication, and Culture des Georgia Institute of Technology. Seine Forschungsinteressen beschreibt er mit "Augmented Reality und Dramatic Experiences", digitale Kunst und Design sowie Medientheorie. Jay D. Bolter ist Verfasser zweier höchst einflussreicher Bücher für die Theorie der Medien und des Hypertextes: Writing Space (1991) und Remediation (1998, gemeinsam mit Richard Grusin).

 

 

Liveness and Performance in Contemporary Digital Media

Workshop

Performance and media studies have long discussed whether television has changed the cultural category of ›liveness‹. We should now expand the field of inquiry to include digital media. Are MMO environments such as Second Life ›live‹? What is the status of Mixed Reality experiences, which combine human performers with avatars or situate human performers in virtual environments? How is the notion liveness related to presence in mixed reality and more generally in the performative situations of social computing? These questions are now available for cultural negotiation in an age of pervasive computing.

Dienstag, 19. Januar 2009 – 17:45 Uhr
Philosophikum, Albertus-Magnus-Platz, Raum S 73


Die aktuelle Medienkultur: Facebook, YouTube, ARGs, und die Avantgarde als Lebenspraxis

Vortrag

Unsere aktuelle Medienkultur ist von zwei Formen der Mediatisierung geprägt, denen zwei grundverschiedene Ordnungen des Schauens, der Blickregimes und damit der ideologisch gefärbten Weisen, die Welt darzustellen, entsprechen: Die erste Form, Transparenz, finden wir etwa in (Mainstream-)Unterhaltungsfilmen, Fernsehdramen und einer Vielzahl von Nachrichtenmedien, d.h. überall, wo eine transparente Darstellung der mediatisierten ›Wirklichkeit‹ angestrebt wird. Die zweite Form, Hypermediatisierung, erkennt man in avantgardistischer Kunst, aber auch in neuen digitalen Applikationen, etwa klassischen Web 2.0-Anwendungen wie Facebook und YouTube oder in Alternate Reality Games (ARGs), welche mit und über verschiedene Medien hinweg (z.B. Webseiten, E-Mail, Telefonanrufe) gespielt werden. Nur teilweise ironisch stellt sich der Vortrag der Frage, ob diese neuen populären Medienformen nicht endlich die historische Aufgabe der Avantgarde erfüllen könnten, nämlich die Kunst in die Lebenspraxis zu verwandeln.

Dienstag, 19. Januar – 19.30 Uhr
WiSo-Gebäude, Albertus-Magnus-Platz, Hörsaal XXV